Kopfschmerzen ganzheitlich lindern
von Caroline Katzenbach

Heute wird bei Kopfschmerzen nur allzu schnell nach Schmerzmitteln gegriffen. Es gibt jedoch auch sanftere Methoden, dem Volksleiden zu Leibe zu rücken!
Kopfschmerzen und Migräne sind oftmals das Symptom einer Überlastung des Körpers. Dann gilt es: "sein Leben zu ändern", im Sinne einer naturheilkundlichen Ordnungstherapie.
Grundlage hierfür ist eine Ernährungsumstellung (Vollwertkost, Rohkost, Vermeidung von Nahrungsmittelergänzungsstoffen wie Glutamat), sportliche Betätigung und das Vermeiden und Erkennen von Stressfaktoren und -situationen.
Darüber hinaus bietet die Alternative Medizin bei Kopfschmerzen vielfältige Behandlungsmöglichkeiten.
Kopfschmerzbehandlung in der Ganzheitsmedizin:
Akupunktur: Das Nadeln an den richtigen Stellen verhilft einer großen Anzahl von Patienten zur Besserung ihrer Beschwerden. Verfahren wie Akupressur oder Shiatsu, die wie die Akupunktur mit den Meridianen des Körpers arbeiten, sind ebenfalls bei Kopfschmerzen empfehlenswert.
Aromatherapie: Das Riechorgan Nase ist reflektorisch mit dem Nervensystem verbunden. So können bestimmte Gerüche Kopfschmerzen auslösen, umgekehrt können die Schmerzen auch positiv durch Düfte beeinflusst werden. Lindernde Öle sind: Basilikum, Eukalyptus, Lavendel, Majoran, Melisse und Pfefferminze.
Biofeedback: Hierbei wird unter Anleitung eines Therapeuten mit bewusster, kontrollierter Willensanstrengung am eigenen Einfluss auf körperliche Ereignisse gearbeitet. Auch positive Vorstellungsbilder spielen bei der Beeinflussung des Schmerzes eine Rolle.
Darmsanierung: Wie oben bereits angedeutet, zählt die Ernährungsumstellung bei Kopfschmerzen zu einer grundlegenden Maßnahme. Zur Ernährung gehört auch der Verdauungsvorgang. Verdauungsschwierigkeiten (Verstopfung) sowie Nahrungsmittelunverträglichkeiten können Ursachen für Kopfschmerzen sein. Die Darmsanierung ist deshalb die Grundlage des ganzheitlichen Konzeptes.
Entsäuerung: Übersäuerung sowie abgelagerte saure Stoffwechselschlacken im Zwischenzell- und Bindegewebe verschlechtern die Abwehrlage des Körpers. Migräne und Kopfschmerzen auslösende Faktoren (Trigger) können einen übersäuerten Körper schneller beeinträchtigen. Entsäuert wird mit Basenpulver oder einem entsprechenden Heilwasser. Auch hier greift wieder die Ernährungsumstellung.
Fasten: Heilfasten sollte unter ärztlicher Aufsicht geschehen, denn die mit dem Gewichtsverlust freigesetzten Schlackestoffe können die Leber- und Nierenfunktion beeinflussen. Die Entschlackung des Körpers hilft belastende Giftstoffe abzubauen. Die Gesamtabwehrlage des Körpers wird gestärkt. Kopfschmerzen können allein durch fasten allerdings nicht beseitigt werden.
Fußreflexzonenmassage: Durch Stimulation von Druckpunkten am Fuß ist es möglich, entfernte Organe, die mit dem Druckpunkt in reflektorischen Zusammenhang stehen, zu beeinflussen. Verspannungen im Kopf-Nacken-Bereich können so gelöst werden.
Hypnose: Hypnose kann die Schmerzschwelle herabsetzen, sodass die Schmerzen weniger intensiv wahrgenommen werden.
Neuraltherapie: Hierbei werden Lokalanästhetika gespritzt, welche über eine reflektorische Wirkung Schmerzlinderung bewirken und manchmal auch ein völliges Verschwinden der Schmerzen initiieren.
Phytotherapie: Es existieren fünf hochwirksame phytotherapeutische Analgetika (Schmerzmittel): Teufelskralle, Cayennepfeffer, Pestwurz, Weidenrinde und Pfefferminze. Durch die Verabreichung von Pestwurzpräaparaten wurde in einer kontrollierten Doppelblindstudie die Häufigkeit von Migräneattacken beispielsweise um 60 Prozent herabgesetzt! Die Silberweide enthält Salicylate, die auch synthetisch hergestellt, als Acetylsalicylsäure in Kopfschmerzmitteln (zum Beispiel Aspirin) enthalten sind.