Aromatherapie – Düfte für ihr Wohlbefinden
Von Caroline Katzenbach
Die Anwendung aromatischer Pflanzenstoffe zu Heilzwecken hat eine lange Tradition und ihre Ursprünge liegen über 5000 Jahre zurück.
Das Wissen von der Herstellung ätherischer Öle und ihre Verarbeitung in Räucherkerzen, Salben, Pflastern und Pulvern wurde von den Persern, Ägyptern und in der Antike über das Mittelalter bis in die heutige Zeit überliefert. Seit einigen Jahren erlebt die Anwendung von ätherischen Ölen in Duftlampen eine Renaissance.
Düfte und Aromen wirken auf Psyche und Nervensystem
Obwohl die Wirkung von Düften und Gerüchen bis heute nicht abschließend erforscht ist, ist eine Beeinflussung des Wohlbefindens durch Gerüche deutlich.
Gefühlsbedingte Assoziationen durch Düfte kennen wir beispielsweise, wenn ein Geruch aus der Kindheit bildhafte Erinnerungen in uns hervorruft: Der Geruch von heißem Kakao mag an kuschelige Abende in der elterlichen oder großmütterlichen Küche erinnern, der Geruch von Vanillin an das vorweihnachtliche Backen von Plätzchen.
Der Geruchssinn ist mindestens ebenso bedeutend, wie Hören und Sehen. Unser Unterbewusstsein reagiert auf Gerüche mit Gefühlen, Träume und Assoziationen. Durch den Nervus Olfaktorius (Riechnerv) ist das Gehirn direkt mit der Außenwelt verbunden. Der Teil des Gehirns der durch die Gerüche angeregt wird, ist das Limbische System. Es ist eine Art Schaltzentrale, die Bewusstseinsvorgänge steuert und unter anderem das Hormonsystem beeinflusst.
Wirkung von ätherischen Ölen in der Aromatherapie
Die antiseptische (Bergamotte, Eukalyptus, Lavendel, Ringelblume, Rose, Schwarzkümmel, Teebaum), krampflösende (Fenchel, Kamille), schleimlösende (Eukalyptus, Menthol) und wundheilende (Ringelblume, Rosmarin) Wirkung ätherischer Öle ist in wissenschaftlichen Untersuchungen belegt.
Als ergänzendes Verfahren wird die Aromatherapie erfolgreich in der Psychosomatik (Kopfschmerzen, depressive Verstimmungen), bei hormonellen Regulationsstörungen, bei Erkältungskrankheiten oder Stoffwechselerkrankungen eingesetzt.
Anwendung von Aromaölen
Die Öle werden bis auf wenige Ausnahmen (Schwarzkümmel) nicht innerlich angewendet und sollten nie unverdünnt aufgetragen werden. Aromatische Öle werden sowohl über die Haut aufgenommen (in Salben oder Ölzubereitungen) als auch in der Duftlampe oder als Badezusatz verwendet.
Da die ätherischen Öle an der Luft rasch verdunsten und an der Wasseroberfläche als einzelne Tröpfchen verbleiben, sollten diese emulgiert werden. Dies kann beispielsweise mit einfacher Schlagsahne erreicht werden. Mit ätherischen Ölen sollte sowohl in der Duftlampe als auch in der Badewanne sparsam umgegangen werden, da sie haut- und schleimhautreizend wirken können.
Für eine Aromatherapie zu bestimmten Krankheitsbildern, sollten Sie Rücksprache mit einem ausgebildeten Therapeuten halten, da bei Heilanwendungen die intensive Wirkung bestimmter ätherischer Öle zu beachten ist. Bei bestehender Schwangerschaft ist besondere Vorsicht im Gebrauch ätherischer Öle angebracht. Campher und Menthol sollte bei Kleinkindern nicht angewandt werden, da eine lähmende Wirkung auf das Atemzentrum eintreten kann.