Spurenelemente des Lebens – Chrom
von Caroline Katzenbach
Chrom stabilisiert den Blutzuckerspiegel. Wer gerne schwarzen Tee trinkt braucht sich um einen Mangel an dem Spurenelement nicht wirklich zu sorgen.
Chrom kommt als Spurenelement in nur sehr geringen Mengen in unserem Körper vor. Der tägliche Bedarf wird deshalb in Mikrogramm gemessen, das ist ein Millionstel Gramm und also mit dem bloßen Auge nur schwer zu erkennen. Chrom geht mit vielen Partnern eine Verbindung ein – einige können giftig sein und andere sind für den Stoffwechsel absolut notwendig.
Die Rolle des Chroms im Stoffwechselgeschehen unseres Körpers
Lange Zeit war die Bedeutung des Chroms für unseren Körperkreislauf rätselhaft, man entdeckte sie in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts bei den sogenannten Glukosetoleranztests. Er wurde und wird zur Erkennung der sogenannten Zuckerkrankheit eingesetzt (Diabetes). Bei einem solchen Test wird, vereinfacht geschildert, Traubenzucker gegeben und kontrolliert, ob nach einer gewissen Zeit der Glukosespiegel im Blut wieder normal ist, das heißt ob das Insulin den Zucker aus dem Blut wieder ordnungsgemäß in die Zellen schleust. Sinkt der Blutzuckerspiegel nur langsam ab, gibt es Probleme mit dem Insulin und die das Insulin untersterstützenden Faktoren. Das langsame Absinken des Blutzuckerspiegels nennt man verminderte Glukosetoleranz, der Faktor, der das Absinken des Blutzuckerzuckerspiegels beeinflusst, bezeichnet man als Glukosetoleranzfaktor. Das Chrom stellte sich bei den Glukosetoleranztests als ein nicht unwesentlicher Bestandteil dieses Faktors dar. Außerdem nimmt man beim Chrom eine Beteiligung am Cholesterinhaushalt an.
Wieviel Chrom brauchen wir? Zuwenig Chrom und die Folgen
Ein echter Chrommangel ist nur selten zu beobachten. Am ehesten kommt er bei künstlicher Ernährung und bei an Diabetes (Zuckerkrankheit) erkrankten Menschen vor. Vermutet wird auch ein Zusammenhang von Chrommangel und erhöhten Cholesterinwerten, was aber bis dato als noch nicht belegt gilt.
Die klassischen Chromkiller sind Zucker, Weißmehl und mangelnde Zufuhr von Vollkornprodukten, was im übrigen gesagt, für viele der hier vorgestellten Spurenelemente gilt. Bei vermehrter sportlicher Aktivität, körperlichem und psychischem Stress, Infektionskrankheiten, Schwangerschaft und im Alter wird mehr Chrom verbraucht. Als Faustregel kann gelten, dass bei jeder Aktion, bei der mehr Blutzucker verbraucht wird, auch mehr Chrom benötigt wird.
Der Tagesbedarf an Chrom liegt zwischen 50 und 200 Mikrogramm. Der Durchschnittswert der Chromaufnahme liegt in Deutschland bei 60 Mikrogramm. Ein Zuviel an Chrom ist bei normaler Ernährung in unseren Breitengraden eher unwahrscheinlich. Werden allerdings Chrompräparate eingenommen, kann es zu Vergiftungen kommen, was impliziert, dass eine vernünftige Regulation unseres Chromhaushaltes über die Ernährung erfolgen sollte.
Wie ernähre ich mich, damit ich ausreichend mit Chrom versorgt bin?
Da der Chromgehalt in unseren Lebensmitteln aufgrund der unterschiedlichen Bodenverhältnisse erheblich schwanken kann ist eine genaue Auflistung des Chrom in unseren Lebensmitteln fast unmöglich. Außerdem macht es unser Verdauungssystem nicht eben gerade einfach, dass Chrom auch tatsächlich in unseren Stoffwechsel gelangt und dort seine Aufgaben übernehmen kann.. Nur ein geringer Teil des aus den Nahrungsmitteln aufgenommenen Chroms gelangt schlussendlich auch in unseren Stoffwechsel. Sehr chromreich sind Weizenkeime, Fleisch und Vollkornprodukte. Zu empfehlen ist auch schwarzer Tee, weil er reich an Chrom ist. Mit einer täglichen Tasse schwarzen Tee haben sie schon viel für ihren Chromhaushalt getan. Weißer Zucker ist zu meiden, brauner Zucker sowie Zuckerrübensirup ist unter Bezug auf die Chromaufnahme zu empfehlen: Dies liegt daran, dass die schwarze Melasse, die man zuerst aus den Zuckerrüben gewinnt, sehr reich an Chrom ist, im Zucker selbst, der in anschließenden Prozessen gewonnen wird, bleibt leider nur wenig davon übrig.