Gesundheit aus dem Bienenstock
Von Caroline Katzenbach
Honig versüßt ihren Tee und mitunter den Tag. Bei Beschwerden, wie Erkältungs- oder Magen-Darmerkrankungen sowie bei der Wundheilung, leistet er Erstaunliches!
Honig als Volksheilmittel ist in der heutigen Zeit etwas in Vergessenheit geraten. Dabei hat er eine lange zurückreichende Geschichte.
In älteren Kulturen spielte der Honig sogar eine magische Rolle und wurde bei kultischen Zeremonien verwendet. Im alten Ägypten setzte man den Honig bereits 2000 Jahre vor Christus zur Heilung von Wunden ein.
Auch der bekannteste Arzt der Antike, Hippokrates, behandelte eitrige Wunden und Fieber mit Honig. Und in der 16. Sure des Korans können wir über das Produkt der Bienen erfahren: "Aus Ihren Leibern kommt ein Trank, verschieden an Farbe, in dem eine Arznei ist für Menschen".
Inhaltsstoffe des Honigs
Im Honig sind, sage und schreibe, 180 verschiedene Stoffe enthalten. Er besteht zu fast 80 Prozent aus verschiedenen Zuckern (Frucht- und Traubenzucker sowie Rohr-, Rüben- und Malzzucker). Aus diesem Grund gilt er als schneller und zuverlässiger Energiespender. Honig enthält außerdem etwa 15 Prozent Wasser und drei bis sieben Prozent organische Säuren, Eiweiße, Vitamine, Enzyme, verschiedene Mineralien sowie Farb- und Aromastoffe.
Äußere Anwendung des Honigs
Honig kann pur als Wirkstoff verwendet werden. Er ist das Mittel der Wahl bei Wunden und Verbrennungen und dient als Wundauflage oder Verband. Im Brandwundzentrum Beverwijk (Holland) wurden mit einem Honigwundverband erfolgreich Experimente durchgeführt. Die Wirkung ist auf den Enzymgehalt des Honigs zurückzuführen. Die Bienennahrung besitzt bakterizide und entzündungshemmende Wirkstoffe die Bakterien und Pilze abtöten. Als Hautpflegemittel erweist sich der Honig bei trockenen und rissigen Händen oder rissigen Lippen als hilfreich.
Innere Anwendung des Honigs
Das Süßen von Tees und Speisen ist uns aus dem Alltag durchaus geläufig. Allein oder gemeinsam mit anderen Wirkstoffen entfaltet der Honig bei den verschiedensten Krankheitsbildern seine therapeutische Wirkung.
Halsentzündungen, Halsschmerzen: Stellen Sie sich eine Teemischung aus Salbeiblättern, Kamille, Thymian und Zitrone zusammen und verfeinern Sie diese mit Honig.
Atemwegserkrankungen, Bronchialkartharre, Husten: Eine Teemischung aus Eibischwurzel, Fenchel, Isländisch Moos, Spitzwegerichkraut und Thymian, mit einem Schuss Honig vermag ihren Husten zu lindern.
Magen-Darm-Erkrankungen: Bei bakteriell bedingten Magen-Darm-Erkrankungen, die durch Salmonellen oder E-Koli-Bakterien ausgelöst werden, kann die Krankheitsdauer mit Honig verkürzt werden.
Nervenentzündungen: Besonders Melissenhonig wirkt hier krampflösend, beruhigend und entspannend.
Erkrankungen des Urogenitaltraktes: Honig regt den Harnfluss an und ist wegen seiner antibakteriellen Wirkung geeignet, Entzündungen des Urogenitaltraktes zu bekämpfen.
Kontraindikationen für den Genuss von Honig
Für Säuglinge im ersten Lebensjahr kann Honig nicht empfohlen werden! Honig kann Sporen des Bakteriums Chlostridium Botulinum enthalten, welches bei Säuglingen die für sie sehr gefährliche Infektionskrankheit Botulismus verursachen kann.
Für Allergiker ist ein uneingeschränkter Honiggenuss ebenfalls nicht zu empfehlen, da die Wirkstoffe des Honig sehr intensiv und somit gefährlich für anfällige Personen (Allergiker, Asthmatiker) sein können.