Yin und Yang - Philosophie der TCM
Von Caroline Katzenbach
Die älteste Grundlage der chinesischen Philosophie ist die Einteilung aller Lebens- und Daseinsbereiche in Yin und Yang. Sind beide im Gleichgeweicht, ist der Mensch zufrieden und gesund.
In der chinesischen Philosophie wird der Körper des Menschen als Mikrokosmos betrachtet, in dem sich die großen Zusammenhänge des Makrokosmos, also des Universums, widerspiegeln. Gleichzeitig ist der Mensch ein Teil desselben.
Die Thematik des Yin und des Yang ist die der Polarität allen Seins. Wenn wir, wie bereits oben beschrieben, den Mensch als Mikrokosmos begreifen, so ist er in seiner Polarität eingebettet in einen universellen Fluss zwischen Erde (Yin) und Himmel (Yang). Die Polarität gestattet Bewegung und Wandlung, alles ist im Fluss und sollte sich in einem harmonischen Gleichgewicht befinden.
Wenn wir einmal das Symbol für Yin und Yang betrachten, dann wird schnell deutlich, dass der eine Teil dort seinen Beginn hat, wo der andere seine größte Ausbreitung erfährt und umgekehrt. Jeder Teil trägt einen Teil des anderen in sich.
Die vollkommene körperliche und seelische Ausgeglichenheit des Menschen wird dann ereicht, wenn ein harmonisches Miteinander von Yin und Yang besteht oder hergestellt wurde. Dann kann die Lebensenergie Qi fließen.
In der traditionellen chinesischen Medizin werden alle Organe dem System von Yin und Yang zugeordnet. Krankheiten entstehen durch Ungleichgewichte zwischen Yin und Yang-Energien. Das Qi kann seinen Weg durch die Meridiane nicht mehr ungehindert fortsetzen und es kommt zu Stauungen und Blockaden.
In der Akupunktur oder beim Shiatsu macht man sich die Kenntnisse dieses Energieflusses zu Nutze: Die Blockaden werden gelöst, damit die Lebensenergie wieder ungehindert fließen kann. Die zugehörigen Organsysteme können gesunden.
